Hunde sind unsere ständigen Begleiter – sei es beim Spaziergang, auf dem Sofa oder auch beim Essen. Natürlich gibt es da das ein oder andere Leckerchen nebenher, nicht selten auch Mal vom eigenen Teller. Viele Hundehalter wissen dabei natürlich, dass bestimmte Lebensmittel wie Schokolade, Zwiebeln oder Alkohol für Hunde giftig sind. Doch ein weniger bekannter, aber äußerst gefährlicher Stoff ist Xylit.
Was ist Xylit?
Xylit, auch bekannt als Xylitol, Birkenzucker oder Eutrit, ist ein Zuckerersatz, der aufgrund seiner ähnlichen Süßkraft bei geringeren Kalorien als Alternative zu Haushaltszucker genutzt wird.
Wo ist Xylit enthalten?
Xylit ist in vielen Produkten versteckt, darunter:
- „Light“-Produkte (zuckerfreie Süßwaren, Soßen und Senf)
- Backwaren
- Bonbons
- Kaugummis (auch Nikotinkaugummi)
- Zahnpflegeprodukte (z. B. Zahnpasta, Mundspülung)
- Diabetiker-Produkte
- Zuckerfreie homöopathische Globuli
Warum ist Xylit so gefährlich für Tiere?
Xylit ist vor allem für Hunde, aber auch für andere Tierarten, hochgiftig. Bereits geringe Mengen Xylit können eine starke Insulinausschüttung auslösen – etwa sechsfach stärker als durch normalen Zucker. Dies führt zu einem gefährlich schnellen Abfall des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie). Bei höheren Mengen kann Xylit zudem lebertoxisch wirken und ein Leberversagen verursachen.
Welche Lebewesen sind betroffen?
- Hochgiftig für: Hunde, Kaninchen, Kühe, Ziegen, Paviane
- Unbedenklich für: Katzen, Pferde, Ratten, Rhesusaffen, Menschen (Für Frettchen ist die Gefährdungslage noch nicht eindeutig geklärt.)
Welche Symptome treten bei einer Xylit-Vergiftung auf?
Erste Anzeichen treten oft schon 10 Minuten nach der Aufnahme auf, insbesondere Erbrechen. 20-60 Minuten nach der Aufnahme können weitere Symptome auftreten:
- Lethargie
- Schwäche & Koordinationsstörungen (Ataxie)
- Muskelzittern
- Krämpfe bis hin Kreislaufversagen
- Seitenlage, Koma
Die Schwere der Symptomatik richtet sich auch nach der Menge des aufgenommenen Xylits.
Was tun im Notfall?
Wenn Ihr Hund Xylit gefressen hat – selbst wenn noch keine Symptome aufgetreten sind –, handeln Sie sofort:
- Rufen Sie umgehend Ihren Tierarzt oder eine Notfallklinik an.
- Fahren Sie so schnell wie möglich dorthin.
In der Tierarztpraxis wird in der Regel Erbrechen medikamentös ausgelöst, sofern der Zustand des Tieres dies zulässt. So kann unter Umständen vermieden werden, dass eine gefährliche Menge Xylit vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen wird.
Eine stationäre Aufnahme mit Infusionstherapie, Blutzuckerüberwachung und Kontrolle der Leberwerte kann, je nach Schwere der Vergiftung, erforderlich sein.
Fazit
Xylit kann vor allem für Hunde aber auch andere Tierarten lebensbedrohlich sein! Achten Sie darauf, xylithaltige Produkte außer Reichweite Ihres Tieres zu lagern und bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.




